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Homöopathie - Was ist das? Arbeitsweise der Schulmedizin: Wer kennt das nicht: plötzlich Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen bei jeder Bewegung und nur ein Wunsch - schnell ins Bett! Der Arzt diagnostiziert Grippe und verordnet gegen das Fieber Antibiotika, eventuell ein weiteres Mittel gegen Fieber, ein Präparat, das gegen Schmerzen und die Entzündung wirkt und ein kreislaufanregendes Mittel. Es gibt auch schon kombinierte Medikamente, die mehrere dieser Komponenten enthalten. Oder: der Hund schleicht ohne ersichtlichen Grund nur mehr wie geprügelt herum, hat eine heiße Schnauze, will nichts mehr fressen und will plötzlich schnell hinaus. Kaum vor der Haustüre angelangt, entleert er sich nach vorne und hinten gussartig. Der Tierarzt diagnostiziert eine akute, fieberhafte Magen-Darminfektion und verabreicht Antibiotika gegen Infektion und Fieber, ein stopfendes Präparat und ein Mittel gegen Entzündung und Schmerz, eventuell noch ein kreislaufanregendes Medikament. Sie sehen also, in der Behandlung von Mensch und Tier ist der Unterschied oft gar nicht so groß.
Die Patienten fühlen sich zwar subjektiv wohler nach so einer
Gibt es aber wirklich nur diese Möglichkeit, die Genesung ärztlich zu begleiten? Nein, es gibt noch einen sanften Weg, die Homöopathie! In der Humanmedizin bereits allgemein bekannt, gewinnt sie auch in der Tierheilkunde immer mehr an Bedeutung. Anstatt Symptome zu bekämpfen, die meist nur Ausdruck körpereigener Abwehrmaßnahmen sind (Entzündung, Fieber, etc.), unterstützt sie als Regulationsbehandlung gerade die Bemühungen des Organismus sich selbst zu heilen und ist ihm behilflich, wenn er manchmal nicht zu wissen scheint, wie er seine Aufgabe optimal erfüllen soll. Wie funktioniert nun die Homöopathie? Wissenschaftlich ist der Wirkungsmechanismus der Homöopathie noch nicht geklärt. Fest steht nur, dass sie wirkt, wenn sie richtig angewendet wird. Das Prinzip dieser Heilmethode basiert auf der Erkenntnis ihres Begründers, des deutschen Arztes Samuel Hahnemann, dass das, was krank macht, auch heilen kann. Die betreffende Substanz muss nur entsprechend aufbereitet werden, damit eine Umkehr ihrer Wirkung stattfindet. Man nennt diesen Prozess Potenzieren. Es handelt sich dabei um die schrittweise Verdünnung des Ausgangsmaterials, das meist sogar giftig ist, jeweils in einem ganz bestimmten Mischungsverhältnis mit einem Lösungsmittel (Zucker oder Alkohol), bis die Giftwirkung verschwunden und nur mehr die heilende Kraft übrig ist. Ein Beispiel: Sie schneiden Zwiebel. Schon nach kurzer Zeit beginnen Ihnen die Augen zu tränen und die Nase fängt zu kribbeln und zu rinnen an. Kennen Sie diese Symptome? Denken Sie an den Beginn eines Schnupfens, er ist häufig sehr ähnlich. Das homöopathische Heilmittel aus der Zwiebel, Cepa, ist dann die richtige Arznei, um diesen Schnupfen schnell wieder zur Abheilung zu bringen. Sind die Anzeichen der Verkühlung anders, hilft Cepa nicht. Die Symptome der Erkrankung und die Erscheinungen, die das Heilmittel (z.B. die Zwiebel) in nichthomöopathischer Form am gesunden Menschen hervorruft, müssen also möglichst ähnlich sein. Dann heilt die Arznei die Krankheit, auch wenn die Ursache eine andere ist (z.B. eine Verkühlung). Der Leitsatz der Homöopathie lautet daher auch: Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden. (Similia similibus curentur.) Wie hat Hahnemann diesen Zusammenhang entdeckt? Hahnemann las in einer für damalige Zeit "wissenschaftlichen" Abhandlung über die Behandlung von Malaria (Wechselfieber), dass die Chinarinde aufgrund ihrer "magenstärkenden Wirkung" diese Krankheit zu heilen vermag. Man wusste zwar, dass die Chinarinde hilfreich war, hatte aber keine Ahnung, warum, daher spekulierte man wild darauf los. Hanemann wollte jedoch genau wissen, was diese Arznei wirklich bewirkt, daher nahm er sie ganz einfach ein, ohne an Malaria erkrankt zu sein. Nur im Versuch am gesunden Menschen kann man die Wirkung eines Heilmittels feststellen, davon war er überzeugt. Was jetzt geschah, ließ ihn nicht schlecht staunen: er bekam alle Beschwerden, die von der Malaria her bekannt waren. Seine Schlussfolgerung, die er in vielen weiteren Versuchen mit verschiedensten Heilmitteln bestätigt fand, war daher: zwischen einer Arznei, die am Gesunden bestimmte Symptome hervorruft und einer Erkrankung, die mit sehr ähnlichen Symptomen verläuft, besteht ein Zusammenhang! Um aber Schädigungen von giftigen Substanzen zu vermeiden, entwickelte Hahnemann das Potenzierungsverfahren (siehe oben). Was kann die Homöopathie alles heilen oder lindern? In erster Linie sind es alle akuten und chronischen Entzündungen, wie Entzündungen der Gelenke, des Nasen-Rachenraumes, der Atemwege (Kehlkopf, Bronchien, Lunge, mit oder ohne Husten), des Verdauungskanales (Magen, Darm, mir Erbrechen und Durchfall), der Harnwege ( Niere, Blase, Harnröhre), der Geschlechtsorgane (besonders Gebärmutter der Hündin!), der Haut (auch mit Eiterungssneigung, nach Verletzungen), weiters Abnützungserscheinungen (Altersbeshwerden) und vor allem Verhaltensstörungen (Angst, Aggression, Eifersucht, Kummer, etc.) Was kann die Homöopathie wenig oder gar nicht beeinflussen? Weniger gute Erfolgsaussichten bestehen für die Behandlung von bösartigen Tumoren (Krebs). Wohl lässt sich das Allgemeinbefinden und somit die Lebensqualität des Erkrankten bis zum Ende erheblich bessern, eine Heilung ist jedoch oft nicht möglich. Ist der Patient nicht mehr in der Lage, eigene Kräfte zur Genesung zu mobilisieren (z.B. in Endstadien von schweren Erkrankungen, wo der Organismus bereits aufgegeben hat, oder nach schweren Unfällen), kann die Homöopathie nicht mehr helfen. Hier können, wenn überhaupt, nur intensivmedizinische Methoden Erfolg bringen (künstliche Beatmung, starke Kreislaufmittel, Bluttransfusionen, Operationen, etc.). Unterstützende Maßnahmen, wie Infusionen nach großem Flüssigkeitsverlust (z.B. durch Brechdurchfall), Ersatz von Hormonen und Fermenten, die der Körper nicht mehr selbst produzieren kann, weil die entsprechenden Organe zerstört sind (Insulin für Zuckerkranke, Verdauungsfermente für Bauchspeicheldrüsengeschädigte) sind auch in der Homöopathie selbstverständlich. In Fällen von schweren bakteriellen Infektionen (z.B. mit Salmonellen) oder stark geschwächtem Immunsystem sind auch Homöopathen froh, dass es Antibiotika gibt. Kann die Homöopathie mit anderen Medikamenten kombiniert werden? Grundsätzlich kann eine homöopathische Behandlung mit fast allen Medikamenten unterstützt werden, gewisse Präparate sollten jedoch nach Möglichkeit vermieden werden (z.B.Cortison). Im Einzelfall muss der behandelnde Arzt entscheiden, welche Therapie für den Patienten am besten ist. Er sollte allerdings beide Methoden beherrschen (also Schulmedizin und Homöopathie), sonst ist er nicht in der Lage, dies zu beurteilen. Die meisten Ärzte und Tierärzte, die die Homöopathie ablehnen, haben keine Ahnung davon und schon gar keine Erfahrung mit ihr! Woran erkennen Sie, wer wirklich seriös Homöopathie betreibt? In Österreich gibt es seit 1994 für Tierärzte die Möglichkeit, einen Fachtierarzttitel auf verschiedensten Gebieten zu erlangen, auch auf dem der Homöopathie. Die Österreichische Gesellschaft für veterinärmedizinische Homöopathie (ÖGVH) sorgt für die Ausbildung der Tierärzte zu Homöopathen und gibt an alle Interessenten gerne eine Liste derjenigen Tierärzte ab, die die Ausbildung absolviert haben. Es gibt leider Tierärzte, die einige homöopathische Arzneimittel (meist aus mehreren Arzneien zusammengesetzt) verwenden und behaupten, sie würden homöopathisch behandeln. Diese Kollegen schaden der Homöopathie, weil ohne entsprechende Fachkenntnis der Heilerfolg ausbleibt, dies vom Tierbesitzer aber dann der Methode angelastet wird. Wenn Sie also sicher sein wollen, dass der betreffende Tierarzt wirklich etwas von der Homöopathie versteht, achten Sie auf das Fachtierarzt-Zertifikat der Bundeskammer der Tierärzte oder das Diplom der ÖGVH, das sicher im Warteraum sichtbar angebracht sein wird. Im Zweifelsfall rufen Sie ohne Scheu die ÖGVH an, Tel.: 01 / 876 54 59. Wenn auch noch nicht geklärt ist, warum die Homöopathie so große Erfolge erzielt, so gibt es heute kaum noch jemanden, der diese leugnen kann. Seit 200 Jahren erleben tausende Ärzte, Patienten, Tierärzte, Tierbesitzer und deren kranke Lieblinge (vom Wellensittich bis zum Pferd) in aller Welt täglich die Heilwirkung dieser genialen Regulationstherapie, die es geschickt versteht, die Heilmechanismen des Organismus zu unterstützen und anzuregen und den Patienten, ohne ihm zu schaden, sanft zur Heilung zu führen. Hier nun einige Beispiele: 1.Eine Katze hat aus einer Bratpfanne Frittieröl in größerer Menge aufgenommen und natürlich furchtbaren Durchfall bekommen. Zwei Wochen lang wurde das Tier herkömmlich behandelt, jedoch ohne Erfolg. Nach einer einzigen Injektion eines homöopathischen Mittels war sie wiederhergestellt. 2.Eine noch junge Hündin war so übermütig, daß die Besitzerin am Abrichteplatz ihre Not hatte. Das Tier wollte nur mit anderen Hunden spielen, paßte nicht auf, wenn sie etwas lernen sollte und folgte überhaupt nicht. Zu Hause war sie recht brav. Nach einer einzigen Injektion einer homöopathischen Arznei war sie wie ausgewechselt und eine "Musterschülerin", ohne jedoch an Temperament zu verlieren! |